SIGMA DP2 M - kleines Review Teil 2 Farben

Eichenlaub DP2M Eichenlaub DP2M

Der FOVEON-Sensor nennt sich Echtfarben-Sensor. Das stimmt teilweise. Da wo es stimmt, stimmt es gewaltig. Farben als Gestaltungsmittel sind für Naturfotografen wieder interessant. Die Nuancen werden perfekt dargestellt. Durch die hohen Mikrokontraste sieht alles noch mal besser aus. Gibt es einen erheblichen Beleuchtungsabfall, werden die Farben schnell entsättigt. Bei Naturbildern fällt das nicht sonderlich auf.
Grüne Farben sind auch die Stärke der herkömmlichen Bayer-Sensoren. Meine D700 definiert in diesem Bereich auch sehr gut und kommt am ehesten an die SIGMA ran. Blaue Farben waren bei keiner meiner bisherigen Kameras stark. Für die Sigma kein Problem:
Blautöne im Himmel sind immer klar definiert. Es ist, als hätte man eine Sonnenbrille vor die Kamera gehalten. Feinstes und Zartestes Blau, Veilchenblau und Rosa werden genau abgebildet. Die unglaubliche Detailabbildung und die reiche Anzahl an Farben machen den sog. 3D-Look der Foveon-Bilder aus.

Stimmt die Weißbalance, ist im Sigma-RAW-Programm nicht mehr viel zu tun. Man kann ein vorgefertigtes WeißbalancePreset benutzen und mit der Pipette das Farbrad in die richtige Richtung drehen. Sollte es noch nicht reichen, empfehle ich die endgültige Farbabstimmung in ACR/Lightroom vorzunehmen.


Insgesamt freue ich mich sehr über die Farben. Man lernt allerdings auch schnell, was man gar nicht erst versuchen braucht: Porträts in hartem Licht (Hauttöne knacken sehr schnell ab), Lichtgesprenkelte Flächen (geht meist auch mit Bayersensor schief), Rot (ich glaube, da überreagiert die Kamera ein wenig).

Software: Wenn es farblich mal Probleme gibt, dann habe ich versucht, den Bildstil zu ändern. "Standard" ist auch mein Ausgangspunkt und die Kameraeinstellung. Manche Probleme ließen sich durch den Porträtmodus oder den Landschaftsmodus beheben. Auch das Setzen des Kontrastreglers in den negativen Bereich kann etwas bewirken. Insgesamt überwiegen für mich die Vorteile aber dramatisch. Jedes Öffnen einer Datei ist eine kleine Sensation (Möglich, dass das bei jeder neuen Kamera so ist - aber bei der Sigma ist das essentiell).

noch kein Fazit. Über die Details und Mikrokontraste und die Veränderungen, die die Kamera für mich mit sich bringt, schreibe ich in Kürze Teil 3.

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