Restlochromantik I

Tagebau Deutzen Tagebau Deutzen
 

Nach einer Ausstellung mit Werken von C.D.Friedrich und Johan Christian Dahl habe ich diesen Begriff für meine Fototouren in die "Magengrube der elektrischen Heimat" für mich geprägt. Der "Wanderer über dem Nebelmeer" schaut in die bizarre Felslandschaft und man spürt als Betrachter die im Wanderer hochsteigende Ehrfurcht und Andacht.

Mir geht es so, wenn ich vor den Kulissen unserer Industriekultur stehe. Andacht und Ehrfurcht. Die Orte, wo der Treibstoff für unser Wachstum entsteht, veredelt, abgebaut wird sind gewaltig. Diese Orte sind noch nicht alle exportiert. Die brennenden Ölfelder in Kuwait (fotografiert u.a. von Sebastiao Salgado und dokumentiert von Werner Herzog) kennen vielleicht noch einige, die Bilder der Schornstein- und Kühlturmreihen im schmutzigsten Ort der DDR - Espenhain - sind wegen der DDR-Zensur nur wenigen bekannt - und wurden doch der Auslöser für die DDR-Umweltbewegung. Hier ein Video der Umweltbewegung von 1987

Nach 1990 wurde das Industriegebiet weitestgehend eingeebnet. Braunkohle wird noch gefördert und in einem modernen Kraftwerk verheizt und nach (hoffentlich) hohen Standards veredelt. Was bleibt sind freie Flächen neben spektakulären neuen Wunden in der Landschaft..

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