Therapeutisches Demonstrieren

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Seit kurzem denke ich immer, wenn ich ältere Leute sehe: Ist die Peggy da?
In Paris hat jemand seinen Personalausweis verloren und in Deutschland könnte vielleicht ein Anschlag auf eine/die PEGIDA-Demo geplant sein.

Sehr unruhige Zeiten. Wer Zeitungen (also Überschriften und Titelblätter) liest und Fernsehen schaut, muss mit einer unheimlichen Angst rumrennen. Es gibt keine Antworten auf die vielen ungestellten Fragen, Drohungen. Niemand erklärt dir die Welt. Die Russen sind plötzlich unsere Feinde, die Phrase "Kopf abschneiden" hören wir täglich - genau wie Versklavung, Kalifat, selbstgebastelte Raketen, Peschmerga, Kriegseinsatz, Aufrüstung, Armut, Elend, Hunger, Ebola, Flugzeugabsturz, Mord, Mord, Mord, Nazi, Rassist, Gutmensch, Lügenpresse, Twitter, Drohne, Mord ... und dann die Bilder - Wir haben alle Angst und wollten doch so gerne ein Kaufhaus sein (oder Zuckermeister [Insider]). Was macht man mit diesem Gefühl? Der Psychologe empfielt: demonstrieren. Hanna Arendt würde empfehlen: Denken.

Man kann sich aber auch einen Film ansehen: "Das Salz der Erde". Ein Film von Wim Wenders über und mit Sebastia Salgado. Der hat lange Zeit Menschen fotografiert - im Krieg, auf der Flucht, ... und irgendwann aufgegeben, daran zu glauben, dass sich je was ändern wird. Salgado hat sich auf die Natur verlagert. Er rettet sie und fotografiert sie und kann so weiterleben.

Ich war heute im Morgennebel auch spazieren (hier gehört jetzt ein trübsinnig lächelnder Smiley hin). Oder das:

 

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