Samyang 135 2.0

Die Fliege am Klee - das Objektiv hat eine Nahgrenze von 80 cm - das ist docch kein Klee! Die Fliege am Klee - das Objektiv hat eine Nahgrenze von 80 cm - das ist docch kein Klee!

Ja das ist ein kleiner Testbericht. Voller Freude geschrieben. Warum: Ich benutze fast ausschließlich gute Festbrennweiten, um mich durch die Einschränkungen bezüglich der Brennweite und den Eigenarten des jeweiligen Objektivs (Persönlichkeit) inspirieren zu lassen. Auf meiner Suche nach einer akzeptablen Telebrennweite stieß ich auf das recht junge SAMYANG, welches eine größte Blendenöffnung von 2 hat. Das hatte bei den meisten meiner Objektive die letzten Jahre nichts zu sagen, da die Objektive in ihrer Anfangsöffnung nur eingeschränkt zu gebrauchen waren. Das Samyang ist bei Blende 2 sehr scharf und übertrifft dabei die Kandidaten von Nikon und Canon deutlich - einzig das Zeiss (3 facher Preis) kann da mithalten. Die Bilder im Beitrag sind alle mit Blende 2 fotografiert und manuell fokussiert (D800).
Was erhält man für ca. 500 EURO? Ein solide gebautes manuelles Objektiv (also kein Autofokus), mit Blendenvorwahl (an Nikon) und Offenblendenmessung. Der Fokusring läuft sauber und hat jede Menge Weg. Bei Blende 2.0 ist die Tiefenschärfe sehr klein, das Bokeh großartig, die Vignettierung schon fast schlimm. Die Bildfehler (chromatische Abberation) sind fast nicht vorhanden. Die Belichtungsmessung an der Nikon D800 oder D5500 ist im Bereicht von 1 Stufe Unterbelichtung. Alles Dinge, mit denen man umgehen kann. Die Kontraste sind gut, die Farben etwas warm ... alles in allem: ein Objektiv mit Charakter.

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